Der Schulweg als Erlebnis

Die supergeheime Bannzone

Hast du schon mal von der supergeheimen Bannzone gehört? Wahrscheinlich nicht, denn sie ist ja supergeheim ... Ein Spiel vermittelt Kindern den Spaß an selbstständiger Mobilität - und erklärt das Elterntaxi für überflüssig.

Aufgabe

Eine pädagogische Maßnahme im Auftrag der Verkehrswachtstiftung Niedersachsen, um die selbstständige Mobilität von Kindern zu fördern und die unsichere Situation durch an- und abfahrende Elterntaxis vor der Schule zu verbessern.

Idee und Wirkung

Wir entwickeln ein Spiel mit Methoden des Storytellings und Gamethinkings. Im Fokus stehen Bewegung, Selbständigkeit, soziales und nachhaltiges Verhalten der Kinder: „Die supergeheime Bannzone“ ist ein gemeinschaftsförderndes Spiel für die Grundschule, verbunden mit einer Hol- und Bringzone im Umkreis von 200 Metern um die Schule. Das Spiel aktiviert die Freude der Kinder an eigenständiger Mobilität.

Der Prototyp wurde im Test mit Kindern konzipiert und anschließend in eine zweite Testphase mit 65 niedersächsischen Schulklassen gebracht, mit der freundlichen Unterstützung des Niedersächsischen Kultusministeriums.

Denkanstoß

Die intrinsische Motivation, ein Spiel zu spielen, entsteht bei Kindern (und auch Erwachsenen) nicht nur durch Belohnungssysteme. Gewinnen ist nicht für alle wichtig. Wieso das so ist? Es gibt vier Spielertypen, die in einem Spiel unterschiedliche Anreize sehen: Neben dem Gewinnen gehören dazu das Rätseln, das gemeinsame Erlebnis oder das Entdecken einer neue Welt. Ein Spiel sollte also so konzipiert sein, dass es allen Typen die Möglichkeit gibt, ihr Interesse auszuleben. Die Verbindung von Storytelling und Gamethinking eröffnet den Raum, um alle Spielertypen anzusprechen und eine komplexe, spannende Welt zu erschaffen.

  • Wie viel wissen Sie über intrinsische Motivation?
  • Wundern Sie sich manchmal, dass Ihre Belohnungssysteme nicht funzen?
  • Möchten Sie mehr über iterative Spielentwicklung erfahren?
  • Was können Erwachsene von Kindern lernen?
  • Was wäre, wenn Kinder Elterntaxis verbieten würden?

Mehr zum Thema

In einer Intensivphase zu Beginn des Schuljahrs erfahren die Kinder drei Wochen täglich neue Geschichten um die Wesen aus der Bannzone. Als Klasse sammeln, rätseln, entdecken und erleben sie zusammen und tauchen in die geheime Welt ein. Der gemeinschaftliche Auftrag der Kinder: Den Wesen aus der Bannzone zu helfen und das Energielevel, das durch den Autoverkehr vor der Schule leider ziemlich im Keller ist, wieder in den supertollen Bereich zu bringen… Damit das gelingt, kann jedes Kind etwas beitragen. So wird der Schulweg mit kleinen Aufgaben und Rätseln zum Erlebnis. Die Geschichte um die Wesen aus der Bannzone wird nach der Intensivphase durch einzelne Aktionen über das weitere Schuljahr lebendig gehalten, um die Motivation der Kinder zu verstetigen.
Das Spiel wird als Set geliefert, mit Anleitungen für die Lehrer*innen. Die Umsetzung ist für die Schule ohne großen zeitlichen Aufwand in den Unterrichtsplan integrierbar. Die Materialien sind nach sehr kurzer Vorbereitung durch die Lehrerin oder den Lehrer einsetzbar. Das Spiel soll eine aktive Unterstützung für Schulen sein, um dem Problem der Elterntaxis zu begegnen und Kinder spielerisch und mit Spaß für das Thema zu gewinnen.

Das Spielset besteht aus:

  • Plakat „Die supergeheime Bannzone“
  • 150 Figurenkarten zum Sammeln und Tauschen
  • Heft mit Geschichten, Aufgaben und Rätseln
  • Anleitung und Kommunikationsmaterial (Elternbrief) für die Lehrer*innen
  • Wandsticker für den Klassenraum
  • Bannometer für das Energielevel
  • Sprühkreide
  • Schablone als Markierungen für Hol- und Bringzone

Ansprechpartner für
Mobilität

Johanna Worbs

Konzepterin, Philosophin und Kulturbildnerin

worbs@id-stiftung.de

0511 – 16 58 10 37

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